NEU Johann Friedrich Böttger und das rothe Porcellain

4. Februar 2019 bis 31. Dezember 2019

 

Johann Friedrich Böttger, genialer Erfinder oder Betrüger? Anlässlich seines 300. Todestages folgen wir seinen Spuren. Wer war Böttger und warum wurde ausgerechnet er zur Schlüsselfigur? Wieso wurde aus einem Goldmacher ein Töpfer? Welche Visionen hatte er und was wurde daraus? Multimedial aufbereitet lernen Sie Böttger und seine Weggefährten kennen und die Zeit, in der er lebte.

Das "rothe Porcellain" als Denkmodell für das weiße rückt in der Sonderausstellung in den Fokus. Entdecken Sie frühe Beispiele aus der Zeit um 1705. Brenn-, Polier- und Malproben erzählen aus der Anfangszeit der europäischen Porzellanproduktion. Mit künstlerischer Raffinesse wurden die frühen Feinsteinzeuge gestaltet. Künstler wie Permoser, Thomae oder Irminger sind in der Ausstellung präsent. Die Renaissance des roten Feinsteinzeuges als Böttgersteinzeug 1919 ermöglichte es Künstlern wie Max Esser, Gerhard Marcks, August Gaul oder Ernst Barlach mit diesem reizvollen Werkstoff zu arbeiten. Entdecken Sie neben ausdrucksstarken Tierplastiken und Figuren auch Medaillen und Münzen aus diesem Material.

Und heute? Silvia Klöde, Sabine Wachs, Jörg Danielczyk oder Maria Walther sind nur einige Künstler, die mit Böttgersteinzeug arbeiten oder gearbeitet haben. Rund 150 Exponate aus rotem Feinsteinzeug, von der Anfangszeit bis heute, legen Zeugnis ab. Ein keramisches Material, das besticht durch seine Härte und fasziniert durch seine besondere Ausdruckskraft.

 

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Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

21 x 17 cm, 152 Seiten, 146 Abbildungen, ISBN 978-3-95498-368-1

Meissen Porzellan-Stiftung, Sandstein Verlag

16 Euro

 

Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung?

Die Geschichte des Zwiebelmusters ist eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Sie blickt auf die künstlerische Entfaltung der Blaumalerei und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung der Manufaktur.

Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Untermauert werden diese mit vielen bisher nicht publizierten chinesischen und frühen Meissener Porzellanen sowie Fayencen mit Zwiebelmustermalereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie sind wichtige Belegstücke für neue und überraschende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte des Meissener Zwiebelmusters.