Weihnachtliches im Meissen Porzellan-Museum

1. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019

Käthe Kruse und Meissen, zwei exklusive Manufakturen und eine limitierte Edition: die Puppen Paul und Anna und Paula und Fritz. Die Puppenkörper sind von Hand mit Baumwolle modelliert, anschließend mit Trikot überzogen und durch ein inneres Drahtskelett biegbar. Die Porzellanköpfe aus Meissener Porzellan sind extra für diese Modelle entwickelt worden. Handbemalt und fein staffiert sind Haare und Gesicht. Handbestickte Kleidung und Porzellanaccessoires vervollständigen die Puppenkinder. Paul und Anna und Paula und Fritz entführen Sie in die Zeit der Jahrhundertwende, als Käthe Kruse (1883-1968) notgedrungen die ersten Spielpuppen für ihre Kinder schuf. Die Puppenkinder sind angelehnt an die Kinderfiguren von Konrad Hentschel (1872-1907), der zur gleichen Zeit wie Käthe Kruse seine Hentschel-Kinder modellierte. Hentschels Kinderfiguren sind im Spiel versunken, ihre Bewegung ist wie eine Momentaufnahme. Käthe Kruses Puppen hingegen blicken Sie neugierig an. Die realistische Kindermode der Zeit von 1910 und die lebendige Natürlichkeit spiegeln die neue Sichtweise der pädagogischen Reformbestrebungen wider.

Die Weihnachtspyramide voller weihnachtlich-winterlichem Porzellan lädt Sie ein, die Blicke wandern zu lassen vom Winterwald, der Schlittenpartie und der Schneeballschlacht hin zum Nikolaus, um schließlich andächtig den Blick auf der Heiligen Familie ruhen zu lassen; in Gedanken ein Weihnachtslied summend und den Duft von Zimt und Kardamom in der Nase. Schnuppern Sie mal, es weihnachtet sehr ...

Die Weihnachtspräsentation ist vom 1. Dezember 2018 bis zum 6. Januar 2019 zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen. Vom 24. bis 26. Dezember 2018 hat das Museum geschlossen.

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NEU Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

21 x 17 cm, 152 Seiten, 146 Abbildungen, ISBN 978-3-95498-368-1

Meissen Porzellan-Stiftung, Sandstein Verlag

16 Euro

 

Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung?

Die Geschichte des Zwiebelmusters ist eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Sie blickt auf die künstlerische Entfaltung der Blaumalerei und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung der Manufaktur.

Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Untermauert werden diese mit vielen bisher nicht publizierten chinesischen und frühen Meissener Porzellanen sowie Fayencen mit Zwiebelmustermalereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie sind wichtige Belegstücke für neue und überraschende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte des Meissener Zwiebelmusters.

 

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Falsche Früchte auf echtem Meissener. Zur Geschichte des Zwiebelmusters

Sonderausstellung vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2018

 

Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung und doch immer wieder aktuell. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung? Ist es das frische, reine Blau-Weiß, das uns entgegenstrahlt? Die Ausstellung geht dem nach und befasst sich mit der Geschichte und Geschichten rund um das Zwiebelmuster. Es war nicht nur lange Zeit ein Verkaufsschlager, sondern wurde auch kunsthistorisch stark diskutiert. Es ist spannend, den wenigen Spuren zu folgen, die Hinweise auf Entstehungszeit und Vorläufer liefern.

Zu sehen sind hochkarätige, erstmals in der Öffentlichkeit präsentierte Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Die Zusammenstellung mit seltenen, eigenen Porzellanen macht diese Ausstellung einmalig.

Erste, zwischen 1730 und 1735 entstandene Varianten des Meissener Zwiebelmusters, chinesische Porzellane und Fayencen dieser Zeit mit dem Zwiebelmusterdekor sind hier vereint. Sie vermitteln, zusammen mit Meissener Zwiebelmusterporzellanen des 18. Jahrhunderts, neueste Erkenntnisse zu dessen Entstehungsgeschichte.

Die Erfolgswelle des Dekors im 19. Jahrhundert sorgte für neue Blau-Weiß-Entwürfe. Nachahmungen und Verfälschungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart sind aber ebenso Teil der Geschichte des Zwiebelmusters.

Der Dekor ist bis heute Teil des Manufaktursortiments. Er wird immer wieder neu interpretiert, sodass dessen Geschichte noch lange nicht zu Ende geschrieben ist.

Verbinden Sie Ihren Besuch im Museum mit einer Besichtigung der Schauwerkstätten der Porzellan-Manufaktur. So wird Ihr Aufenthalt bei uns zu einem unvergesslichen Erlebnis.

  

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren privaten und öffentlichen Leihgebern. Namentlich erwähnt seien:

- Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung

- Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum

- Stadtmuseum Meißen

- Stiftung Stadtmuseum Berlin

- Sammlung von Barsewisch, Schlossmuseum Wolfshagen/Prignitz

 

Weiterführende Links:

http://www.keramikfreunde-keramos.de