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Sonderpräsentation ab 3. Oktober 2020

Friede, Freiheit und gleiche Rechte für alle: eine Büste Nelson Mandelas aus Meissener Porzellan

Eine Büste Nelson Mandelas aus Meissener Porzellan, Platin und Diamanten des Künstlers Tom Rucker ist ab dem 3. Oktober 2020 im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung zu sehen.

Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident von Südafrika steht für Freiheit und friedliches Miteinander. Er setzte sich für Menschenrechte, Demokratie und für die Abschaffung der Apartheid ein. Dafür verbrachte er 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis.

Tom Rucker war tief beeindruckt von der Lebensleistung Mandelas und schuf dessen Büste, die diesen auf dem Höhepunkt seines Lebens zeigt, als er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt wurde. In seiner Plastik verknüpft Rucker Tradition und Higtech miteinander. Der Hinterkopf der Büste entstand aus Meissener Porzellan. Die Gesichtszüge Mandelas schweißte Rucker frei Hand in einem Zeitraum von acht Monaten unter einem Mikroskop aus 0,18 mm dünnen Platindrähten, weit über 100.000 einzelne Drahtstücke kamen dabei zum Einsatz. Rucker ist von Haus aus Goldschmied und arbeitet in erster Linie als freier Künstler. Zuletzt erhielt er den Jacques Cartier Memorial Award, die höchste Auszeichnung weltweit für außergewöhnliche handwerkliche und gestalterische Leistungen. Tom Rucker lebt in London und Ottobrunn bei München.

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe der Entstehung, die Beweggründe des Künstlers und über den aufwendigen Fertigungsprozess dieses außergewöhnlichen Objektes.

 

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Sonderschau

Bunte Vielfalt auf Porzellan. 300 Jahre Farbe bei Meissen

 
bis 22. November 2020
 
Im Jahr 1720 kam Johann Gregorius Höroldt an die Meissener Porzellan-Manufaktur. Sein Name steht für die Entwicklung der Porzellanmalfarben und der europäischen Porzellanmalerei. Bereits im Jahr 1731 notierte Höroldt 16 Farbrezepturen, mit denen er fast alle Hauptfarben herstellen konnte. Heute umfasst die Farbpalette stattliche 10.000 Rezepturen. Farbgeber sind Metalloxide. So färbt Kupferoxid grün, Eisenoxid rot und Zinkoxid weiß. 
Die Sonderschau stellt die verschiedenen Hauptfarben und ihre Grundlagen vor. Beispiele aus drei Jahrhunderten Porzellanmalerei zeigen die bunte Vielfalt, die aus ursprünglich 16 Rezepturen entstanden ist. 
 
 

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Sonderausstellung

Paul Scheurich. Porzellangestalter, Zeichner, Grafiker

bis 21. Februar 2021

 

Paul Scheurich (*1883 New York, †1945 Brandenburg) war einer der bedeutendsten Porzellangestalter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung anlässlich seines 75. Todestages begibt sich auf Spurensuche. Scheurichs Porzellanentwürfe für Meissen und andere deutsche Manufakturen, ergänzt durch seltene Bronzestatuen, Zeichnungen, Illustrationen und Werbegrafiken aus der Hand des Künstlers vermitteln ein vielfältiges Künstlerporträt. 

 

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Highlight im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung: Rauminszenierung zu Johann Friedrich Böttger

seit Mai 2019

 

Ein weiterer Höhepunkt im Haus Meissen ist eine Rauminszenierung zur Erfindung des europäischen Porzellans. Ein emotionaler, interaktiver Einstieg in die Ausstellung des Meissen Porzellan-Museums.

Die Inszenierung lässt den Besucher in eine mystische Welt eintauchen. Der Raum wird durch dynamische Beleuchtung, Leuchtobjekte, Projektionen, Medienstationen, Vitrinen mit Exponaten und Raumsound in Szene gesetzt. Drei Projektionen im Ausstellungsraum erzählen die Entstehungsgeschichte des ersten europäischen Porzellans. Sie sind panoramaartig angeordnet und werden von den anderen Gestaltungselementen wie Vitrinen und Medienstationen flankiert.

Medienstationen vertiefen die Informationen zur Entstehung des Porzellans, zu Böttgers Wegbegleitern und zur Porzellanmanufaktur. Sie sind unabhängig von der Rauminszenierung nutzbar. Die inhaltliche Vermittlung erfolgt über Texteinblendungen und Filmsequenzen. Der „Stein der Weisen“ als leuchtendes Objekt im Ausstellungsraum verweist auf die Alchemie und soll den Besucher auf den Raum aufmerksam machen und ihn hineinziehen …

 

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Publikation: Der Goldmacher. Eine Erzählung um Johann Friedrich Böttger

Illustriertes Taschenbuch, empfohlen ab 12 Jahren, 20 x 14 cm, 128 Seiten, ISBN 978-3-940442-36-9, Meissen Porzellan-Stiftung, Knabes Jugendbücherei - Knabe-Verlag Weimar

8 Euro

 

Auf der Suche nach dem Geheimnis der Goldherstellung gerät der Apothekergeselle Johann Friedrich Böttger in die Hände Adeliger, die darauf aus sind, seine Fähigkeiten für sich nutzbar zu machen. Von Friedrich I. von Preußen verfolgt und vom Kurfürsten von Sachsen inhaftiert, soll Böttger die Staatskassen mit seinem Gold wieder auffüllen. Doch nach unzähligen Fehlschlägen sieht er ein: solch eine Rezeptur ist unauffindbar. Erst mit der Entschlüsselung der Bestandteile des viel geschätzten chinesischen Porzellans erlangt er den erhofften Ruhm und legt den Grundstein für die Meissener Porzellan-Manufaktur. 

Charlotte Thomas erzählt die Lebensgeschichte Johann Friedrich Böttgers, des Goldmachers und ehemaligen Leiters der Meissener Porzellan-Manufaktur, der durch unermüdliches Arbeiten das Unmögliche möglich machte. Obwohl seine Bemühungen, echtes Gold zu erzeugen, scheiterten, gelang es ihm dennoch das "weiße Gold" von Meißen herzustellen. 

 

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Publikation: Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

21 x 17 cm, 152 Seiten, 146 Abbildungen, ISBN 978-3-95498-368-1

Meissen Porzellan-Stiftung, Sandstein Verlag

16 Euro

 

Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung?

Die Geschichte des Zwiebelmusters ist eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Sie blickt auf die künstlerische Entfaltung der Blaumalerei und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung der Manufaktur.

Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Untermauert werden diese mit vielen bisher nicht publizierten chinesischen und frühen Meissener Porzellanen sowie Fayencen mit Zwiebelmustermalereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie sind wichtige Belegstücke für neue und überraschende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte des Meissener Zwiebelmusters.