Meissen Porzellan-Stiftung nimmt digital am Internationalen Museumstag teil.Liebe Gäste,

aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen sind das Meissen Porzellan-Museum und das Cafe & Restaurant Meissen bis auf Weiteres geschlossen. 

Die Geschäfte der Erlebniswelt Haus Meissen und Dresden sind für Sie, abhängig von den Inzidenzen erreichbar, telefonisch und online jederzeit. Bitte informieren Sie sich auch auf www.meissen.com.

Wir freuen uns, Sie bald wieder bei uns zu begrüßen.

Bleiben Sie gesund und bis bald!

 

Wir empfehlen einen digitalen Besuch zum Internationalen Museumstag am 16. Mai 2021! Nehmen Sie unsere Challenge auf der MuseumStars App an und besuchen Sie uns online. 

Meissen Porzellan-Stiftung nimmt am Internationalen Museumstag teil.

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Logos Partner Stätten des Meissener Porzellans

Der erste Schritt auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe ist getan

Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt und gleichzeitig eine Herzensangelegenheit für alle Beteiligten: Mit der Einreichung der Bewerbungsunterlagen Stätten des Meissener Porzellans bewerben sich die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, die Meissen Porzellan-Stiftung, die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten und die Stadt Meißen für das sächsische Evaluierungsverfahren zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste zur Nominierung von Kulturerbegütern für die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt. Die notwendigen Unterlagen wurden am 31. März 2021 an das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung übersandt.

Die Stätten des Meissener Porzellans werden als ein herausragendes Beispiel einer europäischen Porzellanmanufaktur angemeldet und setzen sich aus zwei Bestandteilen zusammen: der Albrechtsburg, in der 1710 die erste Porzellanmanufaktur Europas gegründet wurde, und der 1861-65 erbauten, eigens für die Porzellanherstellung errichteten neuen Manufaktur in Meißen-Triebischtal, die die Albrechtsburg ablöste. Als erste und älteste europäische Porzellanmanufaktur setzte die Meissener Manufaktur die technologischen und gestalterischen Maßstäbe für alle nachfolgenden Porzellanmanufakturen. Die Meissener Manufaktur hat nicht nur die europaweite Porzellanherstellung maßgeblich geprägt, sondern auch die europäische Porzellankunst und -kultur nachhaltig und über das 18. Jahrhundert hinaus trotz konkurrierender Manufakturen über 300 Jahre beeinflusst. Die Meissener Porzellanmanufaktur wurde im späten Barock zum Trendsetter für die gesamte Tisch- und Tafelkultur in Europa. Mit Porzellan gedeckte Tafeln wurden zum Standard. Die Bedeutung der Meissener Porzellanmanufaktur für die Porzellanherstellung, -kunst und -kultur in Europa ist vergleichbar mit der herausragenden Bedeutung der Zentren der Porzellanherstellung in Jingdezhen für China und Arita für Japan.

Im Sommer 2021 werden die sächsischen Kandidaten benannt und im Januar 2024 wird die neue gesamtdeutsche Tentativliste bei der UNESCO eingereicht.

Wir sind gespannt!

 

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Sonderausstellung

Mit Schwertern, Charme und Diplomatie. Ludwig Zepner zum 10. Todestag

Der Porzellangestalter Ludwig Zepner (1931-2010) arbeitete über 50 Jahre lang für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen. Seit 1960 begann unter seiner Federführung, zusammen mit Peter Strang, Heinz Werner, später Rudi Stolle und Volkmar Bretschneider, die zeitgenössische Formgestaltung Meissens. Zunächst war es ein loser Zusammenschluss der Künstler, ab 1966 war Zepner auch offiziell Leiter des „Kollektiv Künstlerische Entwicklung“, dem er bis 1990 vorstand.

Ausbildung

Der gebürtige Schlesier begann seine Ausbildung 1948 als Bossierer in der Manufaktur. Darauf folgte die Ausbildung zum Keramtechniker an der Ingenieursschule für Keramik in Hermsdorf und der Wechsel an die Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee. 1958 hatte er sein Diplom als Formgestalter in der Tasche. Seine Kommilitonen waren u.a. Hans Merz, Hildegund Sell und Ellinor Symmangk. Prägend für ihn wurden seine Lehrer Wolfgang Henze und Rudolf Kaiser.

Vorbilder und Einflüsse

Während seines Studiums in Berlin bestanden Kontakte zur Westberliner Hochschule der Künste. Die Mauer existierte noch nicht und Zepner konnte Museen, Galerien und Geschäfte im sogenannten Westsektor besuchen. Aufgrund seiner Ausbildung in der Manufaktur und seines Studiums war er prädestiniert für die Entwicklung modernen, zeitgenössischen Meissener Porzellans. Tonangebend war die neue Nachkriegssachlichkeit: Multifunktionalität der Gefäße, Materialsparsamkeit und die Variabilität der Formen. Pompöses oder Verspieltes war nicht erwünscht. Für Zepner waren die modernen Formen Rosenthals Vorbild, insbesondere die Form des Kaffeeservice „2000“ von 1954 von Raymond Loewy und Richard Latham. Ebenso inspirierten ihn Formentwicklungen von Hans Theo Baumann, Bjorn Winblad und Tapio Wirkkala. Zepners Aufgabe als Leiter des „Kollektiv Künstlerische Entwicklung“ der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen war es, die Individualität der Künstler und die reiche Tradition der Manufaktur geschickt miteinander zu verbinden.

Studienreisen nach Finnland und Indien waren wichtige Impulsgeber. Besonders Indien war für den Katholiken Zepner eine Grenzerfahrung. Die starke Religiosität des Lebens, das Nebeneinander verschiedener Religionen faszinierten ihn und veränderten und erweiterten sein religiöses Bewusstsein. Wesentliche Formfindungen zum Servicekomplex „Großer Ausschnitt“ wurden von den Indien-Reisen angeregt. Die imposanten Kuppeln und Bögen der persisch-indischen Architektur etwa finden sich in Deckelkonturen wieder. Florale Elemente wie der Lotos spiegeln sich ebenfalls in seinen Entwürfen, genauso wie Fenstergestaltungen aus Marmor in den Durchbruchelementen der Teller wiederzufinden sind.

Spätwerk

Krönender Abschluss seines Wirkens für Meissen und eine seiner schönsten Herausforderungen war die Orgel mit Orgelpfeifen aus Meissener Porzellan. Zusammen mit der Firma „Jehmlich Orgelbau Dresden“ gelang es nach zweijähriger intensiver Zusammenarbeit die Orgel im Jahr 2000 erklingen zu lassen. Ein runder Abschluss, der alle Facetten seiner persönlichen und künstlerischen Entwicklung umfasste; sowohl seine Liebe zur Musik, er beherrschte mehrere Instrumente, als auch sein ganzes gestalterisches Können, seine Wissbegierde und seine Umtriebigkeit, immer wieder Neues auszuprobieren, bis zum Schluss. Ludwig Zepners Leben vollendete sich am 31. Dezember 2010.

Die Sonderausstellung anlässlich des 10. Todestages des Porzellangestalters ist bis auf Weiteres nur virtuell zu erleben. Impressionen hier ...

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Koreanische Keramik virtuell erleben!

Alte und moderne Buncheong-Keramik aus Korea

flache Buncheong-Flasche mit Pinselabdruck (Gwiyal)

Liebe Besucher*innen, 

leider konnte aufgrund des Ausbruchs der Covid19-Pandemie die geplante Ausstellung "Meissen meats Korea" nicht stattfinden. Aber ganz darauf verzichten müssen Sie nicht.

Erleben Sie virtuell die Präsentation "Die Essenz der koreanischen Ästhetik - Buncheong-sagi aus der alten und modernen Zeit". Vor mehr als 500 Jahren erlebte die Kunst des Buncheong auf der koreanischen Halbinsel ihre Blütezeit. 

Die Korea Foundation zusammen mit der Ghana Foundation for Arts and Culture fördern mit dieser Online-Präsentation den Austausch über Korea und seine Kultur.

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Sonderpräsentation

Friede, Freiheit und gleiche Rechte für alle: eine Büste Nelson Mandelas aus Meissener Porzellan

Nelson-Mandela-Büste im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung

Eine Büste Nelson Mandelas aus Meissener Porzellan, Platin und Diamanten des Künstlers Tom Rucker ist ab dem 3. Oktober 2020 im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung zu sehen.

Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident von Südafrika steht für Freiheit und friedliches Miteinander. Er setzte sich für Menschenrechte, Demokratie und für die Abschaffung der Apartheid ein. Dafür verbrachte er 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis.

Tom Rucker war tief beeindruckt von der Lebensleistung Mandelas und schuf dessen Büste, die diesen auf dem Höhepunkt seines Lebens zeigt, als er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt wurde. In seiner Plastik verknüpft Rucker Tradition und Higtech miteinander. Der Hinterkopf der Büste entstand aus Meissener Porzellan. Die Gesichtszüge Mandelas schweißte Rucker frei Hand in einem Zeitraum von acht Monaten unter einem Mikroskop aus 0,18 mm dünnen Platindrähten, weit über 100.000 einzelne Drahtstücke kamen dabei zum Einsatz. Rucker ist von Haus aus Goldschmied und arbeitet in erster Linie als freier Künstler. Zuletzt erhielt er den Jacques Cartier Memorial Award, die höchste Auszeichnung weltweit für außergewöhnliche handwerkliche und gestalterische Leistungen. Tom Rucker lebt in London und Ottobrunn bei München.

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe der Entstehung, die Beweggründe des Künstlers und über den aufwendigen Fertigungsprozess dieses außergewöhnlichen Objektes.

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Sonderausstellung

Paul Scheurich. Porzellangestalter, Zeichner, Grafiker

bis 21. Februar 2021

Dame mit Strumpfband

 

Paul Scheurich (*1883 New York, †1945 Brandenburg) war einer der bedeutendsten Porzellangestalter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung anlässlich seines 75. Todestages begibt sich auf Spurensuche. Scheurichs Porzellanentwürfe für Meissen und andere deutsche Manufakturen, ergänzt durch seltene Bronzestatuen, Zeichnungen, Illustrationen und Werbegrafiken aus der Hand des Künstlers vermitteln ein vielfältiges Künstlerporträt.

Einen Link zum Video über die Ausstellung finden Sie hier.

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Highlight im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung: Rauminszenierung zu Johann Friedrich Böttger

seit Mai 2019

Medienraum im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung

 

Ein weiterer Höhepunkt im Haus Meissen ist eine Rauminszenierung zur Erfindung des europäischen Porzellans. Ein emotionaler, interaktiver Einstieg in die Ausstellung des Meissen Porzellan-Museums.

Die Inszenierung lässt den Besucher in eine mystische Welt eintauchen. Der Raum wird durch dynamische Beleuchtung, Leuchtobjekte, Projektionen, Medienstationen, Vitrinen mit Exponaten und Raumsound in Szene gesetzt. Drei Projektionen im Ausstellungsraum erzählen die Entstehungsgeschichte des ersten europäischen Porzellans. Sie sind panoramaartig angeordnet und werden von den anderen Gestaltungselementen wie Vitrinen und Medienstationen flankiert.

Medienstationen vertiefen die Informationen zur Entstehung des Porzellans, zu Böttgers Wegbegleitern und zur Porzellanmanufaktur. Sie sind unabhängig von der Rauminszenierung nutzbar. Die inhaltliche Vermittlung erfolgt über Texteinblendungen und Filmsequenzen. Der „Stein der Weisen“ als leuchtendes Objekt im Ausstellungsraum verweist auf die Alchemie und soll den Besucher auf den Raum aufmerksam machen und ihn hineinziehen …

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Publikation: Der Goldmacher. Eine Erzählung um Johann Friedrich Böttger

Illustriertes Taschenbuch, empfohlen ab 12 Jahren, 20 x 14 cm, 128 Seiten, ISBN 978-3-940442-36-9, Meissen Porzellan-Stiftung, Knabes Jugendbücherei - Knabe-Verlag Weimar

8 Euro

Der Goldmacher

 

Auf der Suche nach dem Geheimnis der Goldherstellung gerät der Apothekergeselle Johann Friedrich Böttger in die Hände Adeliger, die darauf aus sind, seine Fähigkeiten für sich nutzbar zu machen. Von Friedrich I. von Preußen verfolgt und vom Kurfürsten von Sachsen inhaftiert, soll Böttger die Staatskassen mit seinem Gold wieder auffüllen. Doch nach unzähligen Fehlschlägen sieht er ein: solch eine Rezeptur ist unauffindbar. Erst mit der Entschlüsselung der Bestandteile des viel geschätzten chinesischen Porzellans erlangt er den erhofften Ruhm und legt den Grundstein für die Meissener Porzellan-Manufaktur. 

Charlotte Thomas erzählt die Lebensgeschichte Johann Friedrich Böttgers, des Goldmachers und ehemaligen Leiters der Meissener Porzellan-Manufaktur, der durch unermüdliches Arbeiten das Unmögliche möglich machte. Obwohl seine Bemühungen, echtes Gold zu erzeugen, scheiterten, gelang es ihm dennoch das "weiße Gold" von Meißen herzustellen. 

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Publikation: Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

21 x 17 cm, 152 Seiten, 146 Abbildungen, ISBN 978-3-95498-368-1

Meissen Porzellan-Stiftung, Sandstein Verlag

16 Euro

Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

 

Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung?

Die Geschichte des Zwiebelmusters ist eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Sie blickt auf die künstlerische Entfaltung der Blaumalerei und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung der Manufaktur.

Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Untermauert werden diese mit vielen bisher nicht publizierten chinesischen und frühen Meissener Porzellanen sowie Fayencen mit Zwiebelmustermalereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie sind wichtige Belegstücke für neue und überraschende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte des Meissener Zwiebelmusters.